Katholische Seelsorgeeinheit St. Cäcilia – Mater Dolorosa Regensburg

St. Cäcilia – Mater Dolorosa
Seelsorge im Regensburger Osten

Aktuelles aus der Seelsorgeeinheit

6. August 2016

Zukunft der Seelsorgeeinheit

Zukunft der Seelsorgeeinheit · Bild: © fawe 2016

Bitte erschrecken Sie nicht, wenn dieser Text etwas länger ist. Aber manche Dinge lassen sich nicht in wenigen Zeilen »abhandeln«, schon gar nicht nach den letzten Monaten. Es liegen keine einfachen Wochen hinter unserer Seelsorgeeinheit. Noch immer ist der plötzliche Tod von P. Mariusz in unseren Pfarreien sehr präsent, und oft ist in Gesprächen die Frage zu hören: »Wie soll es weitergehen?«

Wie es zumindest in der nächsten Zukunft bzw. im kommenden Jahr weitergehen wird, steht inzwischen fest: P. Maximilian und Br. Stanisław werden, wie vorgesehen, Ende August nach Mainburg bzw. Gartlberg umziehen. Die Pauliner können das Kloster in St. Cäcilia im Moment aus personellen Gründen nicht – wie es geplant war – wieder mit zwei Patres besetzen. Das Kloster wird nicht aufgelöst, es werden aber zumindest vorübergehend keine Pauliner mehr hier leben. Diese Situation ist vom Orden nicht gewollt, aber über andere Lösungsvorschläge konnte noch keine Einigung mit dem Bistum erzielt werden.

Das Bistum möchte nicht, dass St. Cäcilia und Mater Dolorosa in dieser schwierigen Situation ohne Seelsorger bleiben. Daher wird ab 1. September Pfarrer Dr. Josy Joseph, ein indischer Priester, der seit mehreren Jahren in unserem Bistum tätig ist und sehr gut Deutsch spricht, als Pfarradministrator in St. Cäcilia und Mater Dolorosa eingesetzt. Da er wegen der (zwangsläufig) kurzfristigen Planungen noch keine Gelegenheit hatte, Urlaub zu nehmen, wird er erst ab etwa Mitte September seinen Dienst in unserer Seelsorgeeinheit antreten. Die Verantwortlichen und der Gesamtpfarrgemeinderat konnten ihn bereits kennenlernen.

Eine wichtige Frage, die nun zu lösen ist, betrifft die Gottesdienstordnung. Trotz der Mithilfe unserer Ruhestandsgeistlichen, für die wir gerade auch in diesen Tagen sehr dankbar sind, müssen wir uns bewusst werden, dass wir in Zukunft nur noch einen Priester für beide Gemeinden haben. Dies beginnt bei den Messen am Sonntag bzw. Wochenende und betrifft die Werktagsgottesdienste ebenso wie die Hochfeste Weihnachten oder Ostern.

Wir bitten daher schon jetzt um Ihr Verständnis: Es wird nicht alles so bleiben können, wie bisher, wir können es sicher nicht allen recht machen, und wir alle werden Kompromisse machen müssen. Das wird vermutlich an den schon genannten Hochfesten besonders deutlich werden. Sie dürfen uns aber glauben, dass wir möglichst alle Aspekte ins Auge fassen und ernsthaft und mit bestem Wissen und Gewissen nach einer Lösung suchen. Im nächsten Pfarrbrief Ende August können wir Ihnen dann schon erste Informationen dazu geben. Der Pfarrgemeinderat und der Liturgieausschuss werden sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen und wir bitten Sie daher noch um etwas Geduld.

Während des Urlaubs von Pfr. Joseph wird in unseren Gemeinden ein Priester aus Äthiopien, Abraham Abera Orgino, der in Innsbruck studiert hat, die Gottesdienste halten. In gewisser Weise erleben wir in unseren Pfarreien also in den kommenden Wochen die »Weltkirche im Kleinen«.

Wir bitten Sie daher noch einmal ganz herzlich: Unterstützen Sie uns durch Ihr Gebet, durch den Zusammenhalt und Ihr Mittun. Wir erleben und erfahren aus den Nachrichten täglich Dinge, die uns verunsichern. Auch die Zukunft in unserer Seelsorgeeinheit stellt uns vor viele Fragen. Aber wir müssen uns diesen Aufgaben gemeinsam stellen, zusammen mit den Kirchenverwaltungen und dem Gesamtpfarrgemeinderat, mit den Angestellten und Ehrenamtlichen, mit Pfr. Joseph, Frau Mirwald und allen, die uns auf vielerlei Weise unterstützen. Und wir werden diese Aufgaben gemeinsam lösen.

Bei aller Konzentration auf die zukünftigen Aufgaben wollen wir aber auch das Bisherige nicht vergessen: Als P. Maximilian 2008 zu uns kam, hatten wir gerade das Requiem für P. Gregor gefeiert. Er hat damals in einer äußerst schwierigen Situation die Verantwortung für unsere Seelsorgeeinheit übernommen und in den letzten acht Jahren getragen. Dass sich zum Ende seiner Zeit in St. Cäcilia die Ereignisse wiederholen würden, konnte niemand ahnen. Auch für P. Maximilian waren die letzten Wochen voller Unsicherheiten: Weggehen? Hierbleiben? Was würde richtig sein? Was würde der Orden entscheiden? Waren die letzten Wochen schon für uns nicht einfach, umso schwieriger seine Situation. Unterstützen wir ihn weiter in diesen letzten Wochen in Regensburg und als Seelsorger in St. Cäcilia und Mater Dolorosa.

Noch einmal wiederholen wir unsere Bitte: Lassen Sie uns nicht allein! Es ist in Regensburg einfach, sich den Gottesdienst auszusuchen, der einem »am besten passt«. St. Cäcilia und Mater Dolorosa sind aber unsere Heimatpfarreien! Für uns alle wäre es ein wichtiges Zeichen, wenn wir in dieser schwierigen Zeit den Zusammenhalt in unseren Gemeinden spüren würden. Vergelt’s Gott für Ihr Verständnis, Ihre Geduld und Ihr Gebet.

Für den Gesamtpfarrgemeinderat: Fabian Weber